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Schweizer Buchpreis 2026: Fünf literarische Stimmen und ihre Geschichten

  • Die diesjährige Shortlist vereint fünf Autorinnen und Autoren mit unterschiedlichsten Lebenswegen und literarischen Hintergründen.

  • Als Goldsponsor des Schweizer Buchpreises bietet Orell Füssli den Nominierten eine Bühne und macht ihre Werke in digitalen Gesprächen einem breiten Publikum zugänglich.
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Zürich, 27. Oktober 2026 – Wer sind die Menschen hinter den nominierten Büchern des Schweizer Buchpreises 2026? Orell Füssli lädt zu digitalen Lesungen und Gesprächen mit den fünf Nominierten ein. Literaturinteressierte erhalten dabei die Gelegenheit, die Autorinnen und Autoren, ihre Werke und die Geschichten hinter deren Entstehung näher kennenzulernen. Die fünf geführten Gespräche stehen ab sofort auf dem Youtube-Kanal von Orell Füssli zur Verfügung.

«Hinter jedem Buch steht eine Persönlichkeit mit eigenen Erfahrungen, Perspektiven und Geschichten. Mit unseren digitalen Lesungen möchten wir diesen Menschen eine Bühne bieten und Literaturinteressierten die Möglichkeit geben, die Nominierten auch abseits der Buchseiten kennenzulernen. Gleichzeitig freuen wir uns, damit die Vielfalt der Schweizer Literaturszene einem breiten Publikum näherzubringen», sagt Christine Roth, Leiterin Marketing, Kommunikation und CRM bei Orell Füssli.

Mit Lukas Bärfuss, Hayat Erdoğan, Yael Inokai, Sonja Sophie Kreis und Sarah Elena Müller stehen in diesem Jahr fünf Persönlichkeiten auf der Shortlist, deren berufliche und literarische Werdegänge unterschiedlicher kaum sein könnten. Ihre Geschichten beschäftigen sich mit Herkunft, familiären Beziehungen, gesellschaftlichen Ungleichheiten und persönlichen Abhängigkeiten. Neben den Werken gewähren die digitalen Gespräche von Orell Füssli einen tieferen Einblick auf die Menschen, die sie geschrieben haben.

Lukas Bärfuss: Zwischen persönlicher Erinnerung und gesellschaftlicher Verantwortung

Lukas Bärfuss gehört zu den bekanntesten Schweizer Gegenwartsautoren. 2014 gewann er mit «Koala» bereits den Schweizer Buchpreis, 2019 wurde er mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Mit «Königin der Nacht» (Rowohlt) ist er nun erneut für den Schweizer Buchpreis nominiert.

«Armut verwüstet auch das Gefühlsleben», erklärt Bärfuss im Gespräch mit Orell Füssli. In seinem nominierten Werk setzt er sich mit seiner eigenen Familiengeschichte und dem schwierigen Verhältnis zu seiner Mutter auseinander. Wie lange der Schreibprozess gedauert habe, beantwortet er mit drei Worten: «Das ganze Leben.» Dabei blickt er nicht nur auf persönliche Erfahrungen zurück, sondern beschäftigt sich auch mit den gesellschaftlichen Umständen seiner Kindheit. Mit seinem Buch möchte er zudem Zeugnis für jene Menschen ablegen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, aber nicht selbst darüber erzählen können. Das vollständige Gespräch mit Lukas Bärfuss ist auf dem YouTube-Kanal von Orell Füssli abrufbar.

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Hayat Erdoğan: Von der Theaterbühne zum Romandebüt

Hayat Erdoğan ist seit vielen Jahren in der Schweizer Theater- und Kulturszene tätig. Mit «Hauptsache kein Zeitgeist» (Claassen) veröffentlichte sie ihren ersten Roman und schaffte damit unmittelbar den Sprung auf die Shortlist des Schweizer Buchpreises.

Rund vier Jahre arbeitete Erdoğan an ihrem Werk, das die Leserinnen und Leser durch 24 Stunden im Leben einer Frau führt, während sich im Februar 2023 das verheerende Erdbeben in der Türkei und Syrien ereignet. Dabei beschäftigt sich Erdoğan mit Fragen zu Herkunft, Identität und dem gesellschaftlichen Wandel. «Es sind Zeitgeister, also Geister, die eigentlich auch vergangen sind.» Eine wichtige Rolle spielt auch die digitale Kommunikation, die Menschen gleichzeitig verbindet und voneinander entfernt. «Wir sind hyperverbunden auf eine Art», stellt Erdoğan fest, «und gleichzeitig kommen wir uns durch diese Möglichkeit der Konnektivität ja nicht wirklich näher.» Das vollständige Gespräch mit Hayat Erdoğan ist auf dem YouTube-Kanal von Orell Füssli abrufbar.

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Yael Inokai: Berlin als Bühne gesellschaftlicher Gegensätze

Yael Inokai studierte Philosophie und absolvierte anschliessend ein Drehbuchstudium in Berlin, wo sie heute lebt. Für ihr Schaffen wurde sie unter anderem mit einem Schweizer Literaturpreis und dem Clemens-Brentano-Preis ausgezeichnet.

In ihrem nominierten Werk «Die Auster» (Hanser Berlin) verbindet Inokai einen Kriminalfall mit gesellschaftlichen Fragen und zeichnet zugleich ein vielschichtiges und persönliches Bild der deutschen Hauptstadt: «Es ist natürlich das Berlin, das ich irgendwie kenne», aber auch jenes, «das in meinen Gedanken immer so mitläuft.» Im Zentrum steht die 73-jährige Reinigungskraft Leonora Bloch, die nach einem Mord in einem Berliner Kaufhaus eine besondere Rolle einnimmt. Rund vier Jahre vergingen von der ersten Idee bis zum fertigen Buch. Eine Zeit, in der sie sich mehr Freiheiten erlaubte: «Bei diesem Buch habe ich mir wirklich gedacht, das ist mein Buch, mit dem ich jetzt einfach Spass habe.» Das vollständige Gespräch mit Yael Inokai ist auf dem YouTube-Kanal von Orell Füssli unter folgendem Link abrufbar.

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Sonja Sophie Kreis: Wenn die Vergangenheit Generationen prägt

Sonja Sophie Kreis ist als bildende Künstlerin und Dozentin für Kunst und Kunstgeschichte tätig. Neben ihrer Arbeit in der bildenden Kunst veröffentlichte sie Erzählungen und Kurzgeschichten. Mit «Das grosse Eis» (Rowohlt) veröffentlichte sie ihren ersten Roman, der unmittelbar für den Schweizer Buchpreis nominiert wurde.

«Diese Geschichte ist zu mir gekommen», erzählt Kreis im Interview mit Orell Füssli. Die ersten Ideen für ihren Roman entstanden bereits vor rund 30 Jahren. Darin verbindet sie eine vielschichtige Familiengeschichte am Bodensee mit einer Reise nach Grönland. Inspiriert wurde sie dabei auch von Geschichten ihrer eigenen Mutter, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Deutschland in die Schweiz heiratete: «Ich fand das unglaublich spannend, die Art des Erzählens, nicht nur den Inhalt, sondern auch, wie sie das erzählt hat.» In ihrem Werk setzt sie sich mit den Spuren auseinander, die der Krieg und seine Verwerfungen über Generationen hinweg hinterlassen. «Das Schwierige, das Abgründige: Es ist viel interessanter darüber zu schreiben.» Das vollständige Gespräch mit Sonja Sophie Kreis ist auf dem YouTube-Kanal von Orell Füssli abrufbar.

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Sarah Elena Müller: Schwierige Themen mit Humor erzählen

Sarah Elena Müller arbeitet an der Schnittstelle verschiedener Kunstformen und war unter anderem in den Bereichen Literatur, Musik und Theater tätig. Bereits ihr erster Roman «Bild ohne Mädchen» brachte ihr 2023 eine Nominierung für den Schweizer Buchpreis ein. Mit «Unwucht» (Limmat Verlag) ist Müller nun zum zweiten Mal nominiert.

Das Buch erzählt von der Beziehung zwischen Alice und Rio, die zunehmend von Drogensucht und emotionaler Abhängigkeit geprägt wird. In ihren Roman lässt Müller auch persönliche Erfahrungen einfliessen: «Es ist ein sehr subjektives Buch», erklärt sie im Gespräch mit Orell Füssli. Gleichzeitig sieht sie darin Erfahrungen, die sich auch auf andere Lebensrealitäten übertragen lassen. Bei der literarischen Verarbeitung des schwierigen Stoffes war ihr zudem der Humor wichtig: «Die Fiktionalisierung dieser Situation war für mich zwangsläufig damit verbunden, auch mehr Humor zuzulassen, als vielleicht im echten Leben Platz hatte.» Auch die Widersprüche und teilweise absurden Situationen innerhalb der Kunstszene greift Müller auf: «Ich finde, da darf man auch mit einem Augenzwinkern draufschauen.» Das vollständige Gespräch mit Sarah Elena Müller ist auf dem YouTube-Kanal von Orell Füssli abrufbar.

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Schweizer Literatur gemeinsam entdecken

Die öffentliche Preisverleihung des Schweizer Buchpreises findet am Sonntag, 15. November 2026, im Theater Basel statt. Orell Füssli begleitet den Schweizer Buchpreis erneut als Goldsponsor. Neben den digitalen Lesungen und Gesprächen haben in der Lese-Community Book Circle www.bookcircle.ch zudem Leserunden zu den fünf nominierten Werken stattgefunden. Den Abschluss des Engagements bildet am 17. November die erste offizielle Lesung der Gewinnerin oder des Gewinners in der Orell Füssli Buchhandlung Winterthur.

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Über die Orell Füssli Thalia AG

Die Orell Füssli Thalia AG ist ein operativ eigenständig geführtes Buchhandelsunternehmen mit Sitz in Zürich und beschäftigt rund 950 Mitarbeitende. Sie ist rechtlich von der börsenkotierten Orell Füssli AG getrennt, die eine indirekte Minderheitsbeteiligung am Buchhandelsunternehmen hält.

Unter der Marke «Orell Füssli» betreibt das Unternehmen Buchhandlungen sowie den Onlineshop orellfüssli.ch. Die Orell Füssli Thalia AG zählt zu den Omnichannel-Anbietern der ersten Stunde im Schweizer Buchhandel.

Zur Orell Füssli Thalia AG gehören nebst den Orell Füssli-Buchhandlungen auch Stauffacher, ZAP, Barth Bücher, Transa Books, der Bürostore Brig sowie die Buchhandlung Rapunzel. In Kooperation mit Schuler Bücher wird der gemeinsame Standort Schuler Orell Füssli im Bahnhof Chur und der Kinderbuchladen in Zürich betrieben. Teil des Unternehmens sind zudem die Köhler-Papeterien und die Papeterie Schoch in Winterthur. Der B2B-Bereich wird über die eigenständigen Gesellschaften Delivros Orell Füssli AG und Lehmanns Media AG abgedeckt.

Als führendes Buchhandelsunternehmen der Schweiz engagiert sich Orell Füssli neben einem vielfältigen literarischen Angebot in den Filialen und online aktiv für die Leseförderung und die Sichtbarkeit der Schweizer Literatur. Das Unternehmen unterstützt den Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben, um einkommensschwachen Menschen den Zugang zu Lese- und Schreibkursen zu ermöglichen. Darüber hinaus organisiert Orell Füssli jährlich über 600 Lesungen und betreibt eigene Plattformen zur Förderung der Lesekultur, darunter die digitale Lese-Community Orell Füssli Book Circle, die Kundenprogramme Young Circle und Kinderclub sowie den Podcast «Über den Bücherrand».

Orell Füssli ist Goldsponsor des Schweizer Buchpreises und Initiatorin des BookLove Festivals, das als Bühne für Schweizer und internationale Autorinnen und Autoren dient. Zudem engagiert sich Orell Füssli für die Lesefähigkeiten von Kindern durch die Unterstützung des Schweizer Vorlesetages.

www.orellfüssli.ch

www.bookcircle.ch

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