Tavannes, 14. September 2026 – Seit 100 Jahren entwickelt und produziert Zesar in Tavannes Lösungen für Lern- und Arbeitswelten. Was 1926 begann, ist heute ein Schweizer Industrieunternehmen, das Tradition, Swiss Made und Innovation miteinander verbindet. Sein 100-jähriges Bestehen nimmt Zesar deshalb nicht nur zum Anlass für einen Blick zurück. Im Zentrum der Jubiläumsaktivitäten vom 16. und 17. September steht vielmehr die Frage, wie sich Lernen und Arbeiten verändern – und welche Räume und Einrichtungen Menschen künftig dabei unterstützen.
Die Geschichte von Zesar ist eng mit der Region Grand Chasseral und ihrer industriellen Tradition verbunden. Seit der Gründung im Jahr 1926 hat sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Heute entwickelt und produziert Zesar ergonomische Möbel- und Einrichtungslösungen für Lern- und Arbeitsumgebungen, insbesondere für Schulen, Bildungsinstitutionen und die Industrie.
Dabei hält das Unternehmen bewusst an der Produktion in der Schweiz fest. Industrielles Know-how, die Nähe zu den Kundinnen und Kunden und die Fähigkeit, Produkte und Lösungen laufend an neue Anforderungen anzupassen, bilden wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung.
«100 Jahre zu bestehen bedeutet für uns nicht, 100 Jahre dasselbe zu tun. Zesar hat sich immer wieder verändert und weiterentwickelt. Unser Jubiläum ist deshalb vor allem eine Gelegenheit, nach vorne zu schauen: Wie werden Menschen in Zukunft lernen und arbeiten – und welchen Beitrag können wir als Schweizer Unternehmen dazu leisten?», sagt Stéphane Gisiger, Co-CEO von Zesar.
Wie sich Lernen und Arbeiten in den kommenden Jahren verändern werden, bildet einen Schwerpunkt des Jubiläums. Am 16. September richtet Zesar gemeinsam mit Fachleuten und Gästen den Blick auf die zukünftige Gestaltung von Lern- und Arbeitswelten. Zu den Gästen gehört der international tätige Bildungsexperte Ewan McIntosh, der sich seit vielen Jahren mit neuen Formen des Lernens und der Gestaltung entsprechender Lernumgebungen beschäftigt.
«Die Lernumgebung ist längst mehr als der Raum, in dem Unterricht stattfindet. Sie beeinflusst, wie Menschen zusammenarbeiten, Ideen entwickeln und Verantwortung für ihr eigenes Lernen übernehmen. Wer über die Schule der Zukunft spricht, muss deshalb auch darüber sprechen, wie diese Räume gestaltet werden», so Ewan McIntosh.
Damit rückt eine Frage ins Zentrum, die für Zesar seit jeher von Bedeutung ist: Wie müssen Einrichtungen und Räume gestaltet sein, damit sie Menschen beim Lernen und Arbeiten bestmöglich unterstützen?
Der Blick in die Zukunft erhält beim Jubiläum bewusst auch eine historische Perspektive. Am 17. September zeichnet der Wirtschaftshistoriker Pierre-Yves Donzé die Entwicklung von Zesar von seinen Anfängen bis heute nach. Die Geschichte des Unternehmens steht dabei auch exemplarisch für den tiefgreifenden Wandel, den die Schweizer Industrie im vergangenen Jahrhundert durchlaufen hat.
«Die Geschichte von Zesar zeigt exemplarisch, wie sich ein Industrieunternehmen über Generationen behaupten kann: nicht, indem es unverändert bleibt, sondern indem es seine Kompetenzen immer wieder an neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Anforderungen anpasst», erklärt Pierre-Yves Donzé.
Die historische Perspektive und der Blick auf zukünftige Lern- und Arbeitswelten bilden damit zwei Seiten derselben Frage: Wie kann ein Unternehmen seine Wurzeln bewahren und sich gleichzeitig kontinuierlich weiterentwickeln?
Ein wichtiger Schritt in der jüngeren Unternehmensgeschichte erfolgte 2020. Zesar war das erste Unternehmen, an dem sich F.G. Pfister im Rahmen seines langfristig ausgerichteten Nachfolgemodells für Schweizer KMU beteiligte. Inzwischen wurde Zesar vollständig übernommen.
Im Zentrum dieser Nachfolgelösung steht die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens. Zesar bleibt in Tavannes verankert und führt seine Produktion und Entwicklung in der Schweiz fort. Die positive Entwicklung zeigt sich auch bei der Beschäftigung: In den vergangenen Jahren wurden bei Zesar rund 50 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Die Jubiläumstage am 16. und 17. September bringen diese unterschiedlichen Perspektiven zusammen. Neben dem Austausch über die Zukunft der Lern- und Arbeitswelten stehen die Schweizer Produktion, die Entwicklung des Unternehmens und seine industrielle Verankerung in Tavannes im Mittelpunkt.
Ein weithin sichtbares Zeichen für das Jubiläum setzte Zesar bereits in der vergangenen Woche: Der international bekannte Land-Art-Künstler Saype realisierte am Chasseral eine rund 3'500 Quadratmeter grosse, vergängliche Freske. Das Kunstwerk entstand anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Zesar und verbindet auf besondere Weise die regionale Verankerung mit dem Blick in die Zukunft.
Am 19. September öffnet Zesar zudem seine Türen für die Bevölkerung. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei Gelegenheit, das Unternehmen und die Produktion in Tavannes aus nächster Nähe kennenzulernen.
Zesar wurde 1926 gegründet und beschäftigt zusammen mit ihren Schwestergesellschaften ergoexpert und Agytec rund 70 Mitarbeitende am Produktionsstandort in Tavannes. Das Unternehmen zählt in der Schweiz zu den führenden Anbietern von Schulmobiliar – vom Kindergarten bis zur Universität – sowie von ergonomischen Arbeitsumgebungen für die Industrie. Zesar gehört zur F.G. Pfister Holding.